Dienstag, 18. März 2014

Vor dem Paradies kommt das hacken und jäten....

Im Sommer höre ich immer wieder von Besuchern und Gästen, in welchem tollen Gartenparadies ich doch lebe. - Nun jeder hat eine andere Vorstellung vom Paradies - für mich ist mein Landleben insgesamt DAS Paradies ... - Doch wer glaubt das fällt einfach so vom Himmel der irrt gewaltig. Denn bevor das Paradies blüht, grünt und Früchte trägt, kommt das hacken und Unkraut jäten, das schneiden der Sträucher und Bäume,  sowie das Rasenmähen und und und.... Im Moment arbeite ich mich durch alle Beete und Flächen, die gehackt und vom Unkraut befreit werden müssen. Diese Arbeiten gehören nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten und es braucht oft viel Selbstdisziplin, bei der Größe der Flächen nicht die Motivation zu verlieren.
 Wenn ich auf die Frage "Was machst du heute?" Tagelang antworte; "Beete hacken und Unkraut zupfen" kommt darauf die verwunderte Frage: "Was denn immer noch?" Diese Frage macht mich dann ganz unsicher. Ja wieso denn eigentlich immer noch? Und ich schaue über das Land: der 5. Tag an der Hacke und noch nicht mal die Hälfte der Flächen geschafft, bin ich zu langsam? Und so fange ich zu rechnen an - nebenher steche ich Löwenzahn für Löwenzahn aus den Beet - wie viel Fläche muss ich im Garten insgesamt eigentlich hacken und vom Unkraut befreien? Das erstaunliche Ergebnis:
 
Ich habe in 10 Tagen 220 m² reine Fläche von Unkraut befreit und gehackt, und ich habe noch ca 40m² an Fläche vor mir. Ich habe ungezählten Löwenzahn und Giersch entfernt, dabei gleich noch die Wühlmäuse mit meiner übel riechenden Tinktur "verarztet". Ich komme also dem so bewunderten Gartenparadies langsam näher - und im Sommer, wenn alles blüht und grünt und man sich bis dahin -  mindestens noch 2 bis 3 mal durch alle Beete gearbeitet hat  - sind diese anstrengenden Arbeiten - fast - vergessen. Doch vor dem Paradies kommt das hacken und jäten.....
wo ist noch ein Unkräutchen???


das erste Beet ist fertig - doch es kommen noch unzählige

und das ca. 3 bis 4 mal im Jahr - durch alle Beete....

Lehmboden lässt sich mühsam bearbeiten

ausgehoben - unzählige Löwenzahnpflänzchen

Kommentare:

  1. Hallo Hedwig,
    ich habe in meinen drei Gärtchen sicherlich nicht mal halb soviel Fläche wie Du. Doch war auch ich tagelang mit dem Jäten beschäftigt. Glück war, dass der Boden noch feucht war und das Jäten erleichterte. Da hat die Natur vor das Paradies den Schweiß gesetzt. Vielleicht schätzt man nicht, was zu leicht zu erreichen ist.

    Lieben Gruß
    Beate

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    1. Hallo Beate, ja da hast du ganz sicher recht.
      Hier hat es jetzt auch etwas geregnet so das der Lehmboden wieder recht gut zu bearbeiten ist und ich den Rest auch noch erledigen kann. Aber wie du hast 3 Gärten??
      Herzliche Grüße in den Norden von
      Hedwig

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  2. Liebe Hedwig, das stimmt schon, aller Anfang beginnt mit Schweisstropfen, allerdings muss ich meine Beete weder hacken noch komplett durchjäten. Ich mulche den ganzen Sommer über mit Rasenschnitt und im Herbst kommt alles zusammengerechte Laub auf die Beete. Wenn ich im Frühjahr wenn die ersten Zwiebelblumen hervorgucken allen Mulch wegreche, dann sind meine Beete auch schon parat für die neue Saison. Hier und da hats natürlich schon ein paar Unkräuter, aber die sind schnell ausgestochen.
    Lg Carmen

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  3. Absolut bewundernswert. Ich neide dir die Disziplin für so etwas ein wenig (-;

    Liebe Grüße: Holgi

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  4. Liebe Hedwig, das ist ja ein riesiger Garten! Kein Wunder, hast Du so lange... Danach ist es aber umso schöner, da kannst Du Dich bestimmt so richtig austoben! Bei mir geht das bereit machen wesentlich schneller... Dafür habe ich auch nur ca 12-20 m2 zur Verfügung (je nachdem, ob man die Töpfe dazurechnet...) so muss ich mich immer ziemlich einschränken und beherrschen beim ansäen und pflanzen ;-) Liebe Grüsse, Miuh

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    1. Hallo Mihu, ja das Grundstück ist groß, es hat ca 2000m² also sind die 260m² ja nur ein kleiner Teil :o) Ich glaube es ist egal wie groß ein Garten ist, wichtig ist doch das man dieses Stück Land liebt und nach Herzenslust bearbeiten kann - auch wenn es manchmal Arbeiten gibt, die kein Ende nehmen wollen :o)
      Dir viel Spaß im Garten!! Herzliche Grüße aus dem Norden
      Hedwig

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  5. Liebe Hedwig,
    du sprichst mir aus dem Herzen. Bevor der Garten "schön" ist, bedarf es einiger intensivster Arbeitsstunden. Ich bin noch ganz am Anfang. Löwenzahn, Giersch, Brennnessel und wer weiß was sonst noch alles wuchern vor sich hin. Ich muss unbedingt die Hacke schwingen - jetzt nach dem Regen gehts besser mit dem Jäten.
    LG Heidi

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  6. Hallo Hedwig,
    mir geht es wie Carmen, da ich schon seit Jahren mulche, kenne ich fast kein Unkraut. Nur die Knoblauchsrauke, die mag auch Mulchschichten, und da muss ich nun mal überall im Garten zupfen, wo ich nicht rechtzeitig die Saatstände entfernt hatte …
    Im Anfang, als wir unseren ehemaligen Nutzgarten übernommen hatten, hatte ich auch einiges an Giersch und andere unerwünschten Pflänzchen auf allen Flächen. Aber nach dem Versäubern jedes noch so kleinen Teilstücks, habe ich es sofort mit einer etwas dickeren Mulchschicht abgedeckt und das hat prima geholfen die Flächen frei zu halten - bzw. ich konnte mich dort dann überwiegend über erwünschte Pflanzen freuen.
    Nur dafür braucht man wohl einen leistungsfähigen Shredder und reichlich Sträucher etc. von denen Schnittgut anfällt. Ich hatte es im Anfang mit Rindenmulch versucht. Heutzutage würde ich nur noch Eigenmulch verwenden und mir nichts fremdes mehr einschleppen …
    LG Silke

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